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Custom Boardshape 1

Meist wird der Shape von Boards als selbstverständlich angesehen. Dabei macht man sich bei der Planung des ersten Boards in der Regel mehr Gedanken über handwerkliche Probleme, als über die Form des Traumbretts. Oft wird daher ein gängiger Shape kopiert. Doch rechnet man neben den Kosten für das Materials noch die Arbeitszeit hinzu, dann hat man für sein eigenes Custom sicherlich zuviel Geld bezahlt. Generell ist es nicht verkehrt sich an gängigen Shapes zu orientieren, trotzdem sollte man sich seine eigenen Gedanken zum Shape machen und das Board auf seine Bedürfnisse abstimmen. Das Thema Shape ist jedoch riesig und würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Wer noch keine Erfahrungen über Shapes besitzt, sollte sich informieren, bevor er zum Hobel greift. Wer sich bereits mit Shapes beschäftigt und sein Brett virtuell vor Augen hat, kann mit dem Selbstbau beginnen. Bitte bedenkt, daß ich selber nur auf Hobby-Niveau shape. Profis werden sicherlich über die Art und Weise schmunzeln und viele Arbeitschritte mit dem Hobel und per Augenmaß durchführen. Natürlich entspringt das Know How der folgenden Seiten nicht nur meinem Geiste, sondern basiert ganz wesentlich auf den Erfahrungen von Gert Schrader (Tomahawk Customs), der mir auch seine Werkstatt zur Verfügung gestellt hat. Thanx...

Doch bevor man anfängt benötigt man das richtige Material. Hier gibt es große und qualitative Unterschiede, die das Endergebnis wesentlich beeinflussen können. Bereits am Kern zu sparen ist nicht besonders empfehlenswert. Wer unter dem Aspekt "billig" baut, wird unter Umständen auch ein ähnliches Endergebnis vorfinden. Natürlich spart man beim Custom ein paar Blaue, dies sollte aber nicht die primäre Motivation sein. Wer zusätzlich keinen Spaß an der handwerklichen Arbeit hat, sollte die Finger vom Selbstbau lassen und sich ein Board bei den diversen Customschmieden bauen lassen. Einige Customschmieden bieten auch Bausätze an (z.B. Tomahawk), die man sich individuell zusammenstellen lassen kann. Es gibt viele Möglichkeiten ein Board zu bauen. Ich würde jedem Einsteiger die klassische Bauweise empfehlen. Hier wird das Board aus einem gestringertem Polyurethan Kern geshaped, anschließend im Ober und Unterwasserschiff laminiert und nach Einbau der Kästen gefinished. Diese Bauweise ist relativ unkompliziert und kann auch in der heimischen Garage durchgeführt werden.

Das Board, was im Folgenden geshaped wird, ist ein TwinTip. Es besitzt 160cm Länge und 40cm Breite. Der Shape eines TwinTips ist für den Anfang etwas schwieriger, da man 4 Viertel des Boards identisch gestalten muß. Bei Direktionals hingegen, muß einen Fehler nur auf die gegenüberliegende Seite übertragen werden, um wieder Symetrie ins Brett zu bekommen.

Als erstes werden Schablonen von der Outline und dem Unterwasserschiff aus 3mm Presspappe angefertigt. Harmonische Kurven bekommt man z.B durch GFK Segellatten oder Leisten. Wichtig ist, daß die Schablone mit ein paar Millimeter Abstand zur eingezeichneten Linie ausgesägt wird, da man die Stichsäge nie ruhig führt. Die Kurve wir dann per Hand eingeschliffen. So bekommt man ein fast perfekte Biegung.

Der PU Kern besitzt nur eine grobe Form. Er hat eine derbe Schicht, die erst mit dem Hobel abgezogen werden muß. Man fängt mit dem Unterwasserschiff an. Es ist gar nicht so einfach mit dem Hobel eine ordentlich Oberfläche zu schaffen. Als Anfänger sollte man daher die letzten 3-5mm bis zur entgültigen Oberfläche immer mit einer Handraspel shapen (siehe Fotos weiter unten, Handhobel mit Raspel aus dem Baumarkt).

Nachdem man eine gerade und saubere Fläche im Unterwasserschiff eingeschliffen hat, zeichnet man gut sichtbar die Outline mit Hilfe der Schablone auf den Blank.

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Hier gehts zum Laminieren

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